Mittelzentren – Kraftpole der ländlichen Räume in Nordost-Niedersachsen?
Diese Frage stand in einem Fachgespräch am 5. Dezember 2025 an der Leuphana Universität Lüneburg im Mittelpunkt. Eingeladen hatte das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg die Bürgermeister/innen der Ober- und Mittelzentren des nordöstlichen Amtsbezirks in Niedersachsen. Vor Ort ging es um die Wahrnehmung zentraler Versorgungsfunktionen, um aktuelle Herausforderungen sowie mögliche Unterstützung für die Mittelzentren durch das Land.
In Nordost-Niedersachsen sind 18 Städte und Gemeinden durch das Landes-Raumordnungsprogramm als Mittelzentren ausgewiesen. Sie tragen eine besondere Verantwortung: Sie sichern wichtige Versorgungsangebote – für ihre eigene Bevölkerung ebenso wie für ihr Umland – und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Lebensqualität in den ländlichen Räumen. Starke Mittelzentren sind entscheidend für gleichwertige Lebensverhältnisse in Niedersachsen.
Nach der Begrüßung durch die Landesbeauftragte Karin Beckmann führte Axel Priebs, Präsident der ARL – Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft mit einem Impulsvortrag fachlich ins Thema ein. Axel Priebs hob vor allem die Bedeutung der Mittelzentren als Leistungsträger der Regionalentwicklung hervor.
Anschließend folgten Statements aus der kommunalpolitischen Praxis von Helma Spöring, Bürgermeisterin der Stadt Walsrode, Henning Fricke, Bürgermeister der Samtgemeinde Zeven, Sascha Liwke, Bürgermeister der Samtgemeinde Lüchow und Lutz Brockmann, Bürgermeister der Stadt Verden (Aller) zu der Leitfrage „Was macht Mittelzentren stark – und wie kann das Land sie unterstützen?“.
In der sich anschließenden Diskussion, die von Stefano Panebianco, ArL Lüneburg, moderiert wurde, stand der intensive Austausch zu Anforderungen und Erwartungen der Mittelzentren an das Land Niedersachsen im Mittelpunkt.
Das Fachgespräch endete mit einem von Axel Priebs moderierten Workshop, in welchem zentrale Aussagen zu Kernthemen der Mittelzentren formuliert und in einem Positionspapier zur Weitergabe an die niedersächsische Staatskanzlei festgehalten wurden.

