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Klimaresiliente Schwammstädte – Zwischen Planungskonzept und Lebensrealität

Kurzer Rückblick auf den Workshop am 19. Juni 2026 in Berlin

Schwammstadtkonzepte sind inzwischen in vielen Städten in der Planungspraxis fest verankert. Doch wie erleben Bewohner:innen entsprechende Maßnahmen im Alltag? Und (wie) werden sie in Planung und Umsetzung einbezogen? 

Workshop-Situation in einem holzvertäfelten Raum: Mehrere Personen sitzen und stehen um Tische, während eine Person vor einer Pinnwand mit Haftzetteln spricht. Thema ist „Klimaresiliente Schwammstädte“.
Teilnehmende des Workshops in Berlin

Teilnehmende des ARL-Transferformates „Klimaresiliente Schwammstädte – Zwischen Planungskonzept und Lebensrealität“ diskutierten in Berlin, wie sich Alltagserfahrungen in der Schwammstadt charakterisieren lassen und welche Bedeutung sie für die Gestaltung urbaner Transformationsprozesse im Rahmen der Klimaanpassung haben. 

Eingeladen waren Fachleute aus Initiativen und Projekten wie bspw. der Berliner Regenwasseragentur, der Floating University e. V. und der Design-Agentur Bas Sala aus den Niederlanden. 

In Form von Pitches gaben sie Einblicke in ihre Arbeit und diskutierten mit den insgesamt 15 Teilnehmenden Probleme, Handlungsansätze und Zukunftsfragen, die im Alltag von Schwammstädten auftreten oder auftreten können. 

Deutlich wurde, dass das Konzept Schwammstadt nicht als fertiger Zustand verstanden werden sollte, sondern als kontinuierlicher Transformationsprozess. Die Wirksamkeit von Maßnahmen hängt dabei nicht allein von ihrer technischen Funktion ab, sondern auch davon, wie diese Maßnahmen von Menschen wahrgenommen, genutzt und mitgetragen werden. 

Zugleich zeigt sich, dass es ganz unterschiedliche Perspektiven auf die Schwammstadt gibt – etwa zwischen Mieter:innen und Eigentümer:innen. Themen wie Pflegeaufwand, Sicherheitswahrnehmungen, Kosten oder der Umgang mit vermeintlich „unordentlicher Natur“ zeigen, dass Schwammstadtmaßnahmen im Alltag unterschiedlich erlebt und bewertet werden. Erfolgreiche Schwammstadtentwicklung erfordert daher auch einen Perspektivwechsel: weg von der Umsetzung rein technischer Lösungen hin zu einem stärkeren Verständnis der sozialen Dimensionen urbaner Transformation. 

Großes Graphic Recording zum Thema „Klimaresiliente Schwammstädte“ mit handgezeichneten Skizzen, Notizen und blauen Haftzetteln. Die Visualisierung sammelt Workshop-Ergebnisse zu Alltagspraktiken, Verwaltung, Botschaften, Botschafter:innen und Zukunftswegen.

Graphic Recording der Ergebnisse des Workshops

Geleitet wird das Transferformat, das im Rahmen der Mission „Wasser“ von der ARL gefördert wird, von Prof. Dr. Timothy Moss (Humboldt-Universität zu Berlin) und Dr. Valentin Meilinger (FAU Erlangen-Nürnberg). Ziel des Formats ist es den Alltag in Schwammstädten in den Blick zu nehmen, um so an aktuelle Debatten zur „Umsetzungskrise“ der Klimaanpassung und der Großen Transformation anzuknüpfen. Aus einer Alltagsperspektive heraus soll das Spannungsfeld zwischen politischen Zielsetzungen und den Lebensrealitäten vor Ort besser verstanden und neu beleuchtet werden. 

Fachliche Ansprechpersonen in der ARL 

Dr. Barbara Warner
Leitung des wissenschaftlichen Referats "Ökologie und Landschaft
Tel. +49 511 34842 22 
barbara.warner@arl-net.de

Abeer Janes
Wissenschaftliche Mitarbeiterin mit dem Schwerpunkt „Ökologie“
Tel. +49 511 34842 61
abeer.janes@arl-net.de