08.01.2014 Jan Spiekermann

KLIFF-IMPLAN auf der Zielgeraden

Projekt zur Klimafolgenforschung steht vor dem Abschluss

Die Arbeiten im vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur geförderten fünfjährigen Forschungsverbund „KLIFF – Klimafolgenforschung in Niedersachsen“ (www.kliff-niedersachsen.de) laufen zum Jahresende aus. Damit steht auch das im KLIFF-Verbund angesiedelte Forschungs- und Querschnittsthema „IMPLAN – IMplementierung von Ergebnissen aus KLIFF in der räumlichen PLANung in Niedersachsen“ (www.kliff-implan.de) vor dem Abschluss.

Logo und Projektpartner von KLIFF-IMPLAN

Die Aufgabe von IMPLAN war es, Erkenntnisse zu raumbezogenen Auswirkungen des Klimawandels und daraus resultierende raumrelevante Anpassungserfordernisse zu analysieren sowie die Möglichkeiten ihrer planerischen Instrumentierung zu untersuchen.

Die Federführung des im Januar 2009 gestarteten Projekts lag bei der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL), Kooperationspartner waren die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und die Region Hannover. Als projektbegleitendes Gremium war mit der IMPLAN-AG zudem eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe installiert, durch die der Austausch zwischen Wissenschaft und Planungspraxis gewährleistet wurde. Sie bestand aus Mitgliedern der Landesarbeitsgemeinschaft Bremen / Hamburg / Niedersachsen / Schleswig-Holstein sowie Vertreterinnen und Vertretern der niedersächsischen Landesplanung und der niedersächsischen Regionalplanung aus unterschiedlichen Naturräumen. Im Rahmen von insgesamt elf Themen- und Instrumentenworkshops diskutierten die Mitwirkenden der IMPLAN-AG eine große Bandbreite von Fragestellungen rund um die Anpassung an die Folgen des Klimawandels in der räumlichen Planung.

KLIFF-Tagung in Göttingen

Bereits am 2./3. September 2013 fand unter dem Titel „Vom globalen Klimawandel zu regionalen Anpassungsstrategien“ die Abschlusskonferenz des KLIFF-Forschungsverbundes in Göttingen statt. Die Tagung mit rund 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmern schlug einen Bogen von der Regionalisierung globaler Klimamodelle über die Auswirkungen des Klimawandels auf verschiedene Natur- und Wirtschaftssysteme sowie Regionen bis hin zur Entwicklung und Umsetzung von Anpassungsstrategien. IMPLAN war bei der Konferenz mit einem Vortrag und Postern vertreten und leitete eine der vier parallelen Themensitzungen, in denen sowohl Ergebnisse aus dem KLIFF-Verbund als auch aus anderen Forschungs- und Praxisprojekten zur Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels vorgestellt und diskutiert wurden.

Vorstellung von IMPLAN-Ergebnissen bei der Regionalplanertagung Niedersachsen

Eine Auswahl von Ergebnissen aus IMPLAN wurde auch im Rahmen der Regionalplanertagung Niedersachsen am 13. September 2013 in Barnstorf vorgestellt und angeregt diskutiert. Dabei kristallisierte sich als einhelliges Meinungsbild heraus, dass die Anpassung an den Klimawandel eines der zentralen Zukunftsthemen der Raumplanung sei und künftig verstärkt im landes- und regionalplanerischen Handeln berücksichtigt werden müsse. Voraussetzung dafür sei allerdings eine vertiefte Auseinandersetzung mit den konkreten Anwendungsmöglichkeiten raumordnerischer Instrumente, zu der beispielsweise auch die Definition von Kriterien und Indikatoren zur Operationalisierung des Anpassungshandelns gehöre.

Mitwirkende der IMPLAN-AG (Foto: Lena Franke)

 

Abschlussworkshop der IMPLAN-AG im September

Auf dem Abschlussworkshop der IMPLAN-AG am 17. September 2013 in Hannover wurden die erarbeiteten Handlungsempfehlungen für die Planungspraxis abschließend erörtert. Im Fokus standen dabei klimawandelbedingte Anpassungserfordernisse und entsprechende raumplanerische Handlungsmöglichkeiten in den Bereichen Küstenschutz, Wasserwirtschaft im Binnenland, Siedlungs- und Infrastrukturentwicklung, Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft sowie Tourismus. Die aus der wissenschaftlichen Projektarbeit und den IMPLAN-AG-Workshops hervorgegangenen Ergebnisse werden in Kürze in der Reihe „Arbeitsberichte der ARL“ veröffentlicht.