Karl-Hermann Hübler
Prof. (em.) Dr. Karl-Hermann Hübler verstarb am 23.Juli 2025 im Alter von 92 Jahren. Nach dem Studium der Landwirtschaftswissenschaften in Leipzig, Berlin und Gießen und seiner Promotion 1958 war Karl-Hermann Hübler zunächst in verschiedenen Bundesministerien tätig. Dort wirkte er maßgeblich an der Entwicklung des ersten Umweltprogramms der Bundesregierung sowie am Bundesraumordnungsprogramm mit. 1975 folgte er dem Ruf an die Technische Universität Berlin, wo er bis 1999 als ordentlicher Professor für Sozialökonomie der Landschaftsentwicklung lehrte und forschte.
Seine Arbeitsschwerpunkte waren die Entwicklung ländlicher Räume, die Ökologisierung der Raumplanung (UVP, Bodenschutz und Ressourcenmanagement) sowie frühzeitig die nachhaltige Raumentwicklung, später die Auseinandersetzung mit Evaluation in der Planung und Ethikfragen. Seinen Studierenden war er ein engagierter Lehrer und seinen Mitarbeitenden ein fairer Mentor, dabei immer offen für sachliche Diskurse und kritische Argumente.
Er hat die Arbeit der ARL über viele Jahrzehnte in außerordentlicher Weise geprägt. Bereits 1970 wurde er korrespondierendes Mitglied, 1979 ordentliches Mitglied und 2010 schließlich Mitglied der Akademie. Mit seinem umfassenden fachlichen Wissen und persönlichen Engagement leitete er zahlreiche Arbeitskreise, z. B. zu strukturgefährdeten ländlichen Räumen und Ad-hoc-Arbeitskreise zur Integration der Landschaftsplanung in die Raumplanung sowie zu den Anforderungen an ein neues Bundesnaturschutzgesetz. Ein wichtiges Anliegen war ihm die Aufarbeitung der Geschichte der ARL. Besonders hervorzuheben ist sein Wirken als Vizepräsident der ARL in den Jahren 1993 bis 1994, in denen er die Arbeit der Akademie geprägt hat.
Die ARL wird Karl-Hermann Hübler und seiner fachlichen Kompetenz, seinem nachhaltigen Engagement und seinem großen Beitrag zur Entwicklung der räumlichen Planung ein ehrendes Andenken bewahren.
Nachruf (PDF)

