02.07.2013 Martina Hülz

ARL meets EURAC

Auf Einladung der Europäischen Akademie Bozen (EURAC) fand im April 2013 ein erstes Treffen zwischen der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) und dem EURAC-Institut für Regionalentwicklung und Standortmanagement in Bozen statt. Ziel des zweitägigen Workshops war es, sich zunächst gegenseitig kennenzulernen und mögliche Kooperationsbereiche herauszufinden.

An der 1992 gegründeten EURAC arbeiten Forscherinnen und Forscher verschiedenster wissenschaftlicher wie auch geographischer Herkunft zusammen, um Grundlagenforschung auf wirksame und nachhaltige Weise zu ermöglichen. Ähnlich wie das Netzwerk der ARL besteht auch das EURAC-Team aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unterschiedlicher Disziplinen. Sie kommen vor allem aus den Bereichen Geographie und Planung, aber auch aus Wirtschafts- und Naturwissenschaften, aus der Linguistik, der Rechtswissenschaft und der Medizin. Gemeinsam forschen sie an Lösungen für gesellschaftsrelevante Probleme. Durch seinen engen Kontakt zu Unternehmen verfolgt auch das EURAC-Team einen transdisziplinären Ansatz. Derzeit sind bei der EURAC ca. 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen europäischen Ländern in Forschung und Lehre eingebunden. Sie arbeiten an insgesamt zehn fachspezifischen Instituten, die sich in die vier Forschungsbereiche „Autonomien“, „Gesundheit“, „Berg“ und „Technologie“ einordnen lassen.

Inhaltliche Anknüpfungspunkte der Zusammenarbeit zwischen der ARL und der EURAC werden vor allem mit dem Institut für Regionalentwicklung und Standortmanagement gesehen. Aber auch bei anderen Instituten, wie beispielsweise dem Institut für Erneuerbare Energie, lassen sich inhaltliche Anknüpfungspunkte finden. Im Fokus des Treffens stand zunächst der fachliche Austausch über aktuelle Forschungsarbeiten und Projekte in den Themenbereichen „Mobilität“ sowie „Stadt- und Regionalentwicklung“. Darauf aufbauend wurde zusammen mit dem Institutsleiter Dr. Thomas Streifeneder und fünf seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein „fact sheet“ erarbeitet, in dem konkrete Forschungsthemen und Forschungsinteressen der beiden Einrichtungen zusammengetragen wurden. Beide Akademien sind sehr an einem regelmäßigen, fachlichen Austausch interessiert, der in Form von gemeinsamen Workshops, EU-Forschungsprojekten, gastwissenschaftlichen Kurzaufenthalten, Gremienarbeit und Publikationen erfolgen könnte. Mit diesen Formaten strebt die ARL nicht zuletzt auch eine stärkere institutionelle Internationalisierung an.

Beide Institute arbeiten nun an der Konkretisierung und Netzwerkbildung in den identifizierten Bereichen, dem Mapping von potenziellen Partnern und Kompetenzen sowie an gemeinsamen Forschungsinteressen mit dem Ziel, das anregende Auftakttreffen zu einer stabilen ARL-EURAC-Kooperation weiterzuentwickeln.