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»Städtebau im Nationalsozialismus« erhält den ARCHITECTS' COMPANY BOOK AWARDS 2025 in der Kategorie "History"

Buchcover mit dem Titel „Städtebau im Nationalsozialismus – Angriff, Triumph, Terror im europäischen Kontext 1933–1945“. Die Herausgeber*innen sind Harald Bodenschatz, Victoria Grau, Christiane Post und Max Welch Guerra. Unter dem Titel ist ein historisches Schwarz-Weiß-Foto einer Lager- oder Siedlungsanlage aus der NS-Zeit zu sehen, mit einem Eingangstor, auf dem „Wir bauen Deutschland“ steht. Das Cover wirkt dokumentarisch und zurückhaltend gestaltet.

Wie wurde Städtebau im Nationalsozialismus zum Instrument von Macht, Ausgrenzung und Krieg? Welche Rolle spielte er im Vergleich zu anderen autoritären Regimen in Europa zwischen 1933 und 1945? Antworten auf diese Fragen gibt die Publikation »Städtebau im Nationalsozialismus. Angriff, Triumph, Terror im europäischen Kontext 1933-1945«. Der von Harald Bodenschatz, Victoria Grau, Christiane Post  und Max Welch Guerra herausgegebene Band stellt den NS-Städtebau in einen bislang kaum beachteten europäischen Vergleichskontext mit anderen Diktaturen jener Zeit. 

Die Autor:innen des Buches »Städtebau im Nationalsozialismus« kommen aus mehreren Ländern (Chile, Deutschland und Italien), vertreten verschiedene Fachrichtungen (Architektur- und Planungssoziologie, Stadtplanung, Kunstgeschichte, Urbanistik und Politikwissenschaft) und repräsentieren unterschiedliche Generationen. Die englischsprachige Ausgabe "Urban Planning in Nazi Germany" erhielt am 27. November 2025 in London den Architecture Book Award 2025 in der Kategorie History. Verliehen wurde dieser Preis vom World Architecture Festival (Miami), dem Temple Bar Trust und The Architects' Company (London). 

Die Begründung der Fachjury:

„(...) Vielleicht kein selbstverständliches Thema für ein preisgekröntes Buch, beschreibt dieser gewaltige und beeindruckend herausgegebene Band auf klare, geradlinige Weise das gesamte Spektrum des Städtebaus unter Hitlers Regime. Als Teil einer Reihe ähnlicher Studien zum Totalitarismus der Mitte des 20. Jahrhunderts ist es gleichermaßen erschöpfend wie erschreckend. Es ist lobenswert, dass diese deutschen Wissenschaftler bereit waren, jene dunkle historische Periode mit solcher Präzision und Aufrichtigkeit zu betrachten: Auch andere Nationen sollten ihr eigenes unbequemes städtebauliches Erbe so überprüfen. (...)."

Zum Band:Städtebau im Nationalsozialismus – DOM publishers

Mehr zur Auszeichnung:Architecture Book Awards – The Architects' Company