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Mit Regionalplanung die Zukunft gestalten – neues Positionspapier aus der ARL

Menschen leben regional: Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Freizeitgestaltung finden für die allermeisten nicht nur in einer Kommune statt. Dementsprechend setzen sie auch voraus, dass der Alltag im regionalen Kontext unabhängig von örtlichen Zuständigkeiten funktioniert. Die dazu notwendige überörtliche Betrachtung und das Zusammendenken unterschiedlicher Fachperspektiven ist die Kernaufgabe der Regionalplanung. In diesem Papier werden wesentliche Beiträge der Regionalplanung zur Zukunftsgestaltung präsentiert. So trägt sie mit einem wirksamen Rahmen für kompakte, verkehrsreduzierende und dem Klimawandel Rechnung tragende Siedlungsstrukturen, mit der Flächensicherung für erneuerbare Energien sowie mit ihren Festlegungen zu den grünen Infrastrukturen Verantwortung für die Bewältigung der Energie- und Klimakrise und die Stärkung regionaler Resilienz. Die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse setzt sie auf regionaler Ebene um, trägt zur Bewältigung des demografischen Wandels bei und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung der öffentlichen Daseinsvorsorge. Eine besondere Stärke der Regionalplanung liegt in der Koordination von baulicher Entwicklung und umweltverträglicher Mobilität. Mit ihrem überörtlichen Ansatz schafft sie einen stabilen Rahmen für einen schonenden Umgang mit den Flächen und die Eindämmung der Zersiedelung. Dazu sind demokratische, transparente und rechtssichere Verfahren als ein wichtiges Merkmal der Regionalplanung erforderlich. Die Hinweise zu rechtlichen Klarstellungen und Ergänzungen werden vor allem an die Gesetzgebung und das Regierungshandeln auf Bundes- und Landesebene adressiert. Deutlich formuliert wird auch der Wunsch nach einer noch stärkeren Unterstützung der Regionalplanung durch die Politik auf allen Ebenen.

Lignite planning, structural change and coal phase-out in Germany

Lignite planning in the Rhineland, central German and Lusatian coalfields is a core spatial development planning task at the federal state and regional levels. The Lignite Planning Information Group and Initiative (Informations- und Initiativkreis Braunkohlenplanung) was founded in 1994 at the ARL – Academy for Territorial Development in the Leibniz Association to provide a platform for expert discussion. Starting from experiences with the Rhineland and the structural upheavals in the new federal states in the early 1990s, it has since continuously addressed new technical and legal requirements involving resettlement, water balance issues, environmental assessments, the energy transition and the common good. Against the backdrop of rapid change and geopolitical events, the combination of structural change and the politically initiated phase-out of lignite-based power generation in a time frame between ‘ideally 2030’ and no later than the end of 2038 constitutes a challenge that will have to be met by the activ players from the perspective of both federal state and regional planning and of regional development. This position paper takes stock of the situation across federal states and across coalfields and describes the required actions for lignite planning as a basis for reaching conclusions about a process with far-reaching national consequences. The various aspects of this process are subject to constant change and call for proactive strategies to exploit opportunities, tap potential, and effectively identify and avoid negative developments.

AlpPlan workshop & general assembly: Register now!

„Advancing Green Infrastructure Planning in the Alpine region“ – Thematic workshop and general assembly of the AlpPlan network on 07 and 08 November 2022 in Vienna (hybrid event).

Foto: Salzachtal / Constantin MeyerAlpPlan, the Alpine spatial planning network, invites its members and other interested professionals to a hybrid workshop on 07 and 08 November 2022 at TU Wien in Vienna (AT). The workshop will be held in combination with the first general assembly of AlpPlan members. It aims to highlight different perspectives on Green Infrastructure Planning in the Alpine Region by fostering continuous transnational exchange on this issue. A special thematic focus lies on the consideration of ecological connectivity in spatial planning processes. Just like the general aspiration of the

IIK Forum Planungsrecht diskutiert planerische und rechtliche Rahmenbedingungen räumlicher Transformation

Der Informations- und Initiativkreis Forum Planungsrecht der ARL lädt zur Digitalkonferenz "Das Planungsrecht der Transformationsprozesse" am 12. Dezember 2022 ein.

Der  Workshop knüpft an die Ergebnisse des ARL-Arbeitskreises "Nachhaltige Raumentwicklung für die große Transformation " an. Der Vormittag ist diesen planungswissenschaftlichen Erkenntnissen sowie dem rechtlichen Rahmen am Beispiel von Verfassungsfragen der Klimaschutzplanung gewidmet. Nachmittags widmet sich der Workshop ausgewählten Instrumenten des Planungsrechts zur Ermöglichung und Gestaltung anstehender Transformationsprozesse. Beleuchtet werden das Recht der europäisierten Maßnahmenplanung, der Raumordnung und Bauleitplanung sowie der Planung der Verkehrswende.

Register now for the international conference “Spatial Planning and Research in Europe 1945-1975”

The ARL invites to the conference
Spatial Planning and Research in Europe 1945-1975
on 6-7 October 2022 in Berlin.

Spatial planning is typically European in its attempt to shape the development of societies by ordering their territories. It emerged in the 19th century: from colonial settlement plans and conquest projects, urban reform and conservative or even fascist fantasies of order. Bearing this legacy and further burdened by the Soviet planned economy, spatial planning entered a new epoch after 1945. 

Since then, the attempt has been to find a role for spatial planning in the reconstruction of Europe, along the path into modern society, mass democracy and mass prosperity. Therefore, parallel to social changes between 1945 and 1975, reform of spatial planning began from Spain to Germany and from the Netherlands to Italy.

Neues Themendossier: Digitalisierung und Raumentwicklung

Die Digitalisierung hat weitreichende, jedoch noch nicht gänzlich abzusehende Auswirkungen auf Räume und deren gesellschaftliche und wirtschaftliche Funktionen und Nutzungen. Unterschiedliche Arbeitsgremien der ARL haben die Raumwirksamkeit der Digitalisierung deshalb zum Thema ihrer Arbeit gemacht. 

Im neuen Dossier bündeln wir die ARL-Aktivitäten und Publikationen aus den vergangenen Jahren zum Thema Digitalisierung und Raumentwicklung zu einer Übersicht. Sie können bspw. relevante Positionspapiere aufrufen oder direkt zu den Websites der Arbeitsgremien gelangen, um Ansprechpersonen zu finden.

Freiflächenphotovoltaik - jetzt noch anmelden zum Fachaustausch des Forums Nachwuchs!

Die Energiewende raumplanerisch mitgestalten?! Das Forum Nachwuchs lädt Interessierte am 13.09.2022 von 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr zum 3. Fachaustausch zum Thema "Mit großflächigen Freiflächenphotovoltaikanlagen auf dem Weg zu weitläufigen Energielandschaften?" ein. Die Online-Veranstaltung wird von jungen Fachleuten der ARL aus Wissenschaft und Praxis organisiert und moderiert. 

Achtung es sind kurzfristig noch Anmeldungen möglich.

ausführliche Infos zur Veranstaltung online

ARL International Summer School 2022

‘Exploring Spatial Justice in times of disruptions’ 
24 August to 27 August 2022 at Stockholm University

The ARL International Summer School 2022 ‘Exploring Spatial Justice in times of disruptions’ took place from 24 to 27 August 2022 at Stockholm University, Department of Human Geography. The concept of spatial justice encapsulates a number of diverse theoretical, political and normative strands. It sheds light on the way resources are allocated across different types of localities and how spatial patterns influence, enhance or confine people in their opportunities. Inevitably, space plays a crucial role in the reproduction of structural inequality, since the space in which we live limits or enhances individual or group-based opportunities and capacities. Scholarly work points not only to the mechanisms, limitations and implications of redistributive efforts focused on spatial justice, but also to the extent to which related planning and development work is based upon fair, democratic, collaborative and transparent processes.

Risikobasierter Hochwasserschutz durch Regionalplanung - neues Positionspapier aus der ARL

Die verheerenden Sturzfluten vom Juli 2021 mit 186 Todesopfern und Gesamtschäden in Höhe von 33 Milliarden Euro haben die Verletzlichkeit unserer Gesellschaft durch Hochwasser schmerzlich in Erinnerung gebracht. Durch den sich beschleunigenden Klimawandel werden vergleichbare Wetterextreme häufiger auftreten. Eine verbesserte Vorsorge gegenüber Starkregen und Hochwasser ist deshalb dringend erforderlich.

Neue Vorgaben verlangen von der Regionalplanung in Deutschland, dass ihre Festlegungen zum Hochwasserschutz vom Hochwasserrisiko abgeleitet werden, auch um eine ausreichende Anpassung an den Klimawandel zu erreichen. Ausgehend von dem identifizierten Hochwasserrisiko, d. h. nicht ausschließlich basierend auf Wahrscheinlichkeit bzw. Gefahr von Hochwasserereignissen, sind Vorrang- und Vorbehaltsgebietsausweisungen in Regionalplänen auf der Grundlage der Vulnerabilität von Raumnutzungen und ihrer Schutzbedürftigkeit gegenüber Überschwemmungen festzulegen. Eine neue Aufgabe für die Raumordnung ist die Abstimmung ihrer Hochwasserschutzfestlegungen in Flussgebietseinheiten.

Jetzt ONLINE: Planerforum zu Stadt-Umland-Verflechtungen

Das ursprünglich als Präsenzsitzung in Frankfurt geplante Planerforum findet nun online statt! Ein aktualisiertes Programm sowie Link zur Online-Sitzung veröffentlichen wir in Kürze auf unserer Website.

Die Landesarbeitsgemeinschaft Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland widmet sich in ihrem diesjährigen Planerforum dem Thema Stadt-Umland-Verflechtungen entlang unterschiedlicher Raumtypologien.

Der Fokus liegt auf dem Ballungsraum Frankfurt, Regiopolen/Regiopolregionen und grenzüberschreitenden Stadtumlandkonzepten sowie auf den Schwerpunktthemen Stadt-Umland-Mobilität, Wohnen, Daseinsvorsorge und Freiraum.