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Out now: Perspektive netto-null Flächenverbrauch

Neues Positionspapier aus der ARL 149 widmet sich der Innenentwicklung, dem flächensparenden Bauen, der Flächenrückgabe und der städtebaulichen Qualifizierung als zentralen Elementen einer Flächenkreislaufwirtschaft und um den Flächenverbrauch perspektivisch auf netto-null  begrenzen zu können.

Cover Positionspapier 149

Das anhaltende Wachstum der Siedlungs- und Verkehrsfläche gehört zu den noch nicht bewältigten Herausforderungen einer nachhaltigen Stadt- und Raumentwicklung. Zu den negativen Effekten der Flächenneuinanspruchnahme zählen der Verlust von offener Landschaft, Landwirtschaftsflächen und ökologischen Habitaten, die Beeinträchtigung von Ökosystemdienstleistungen sowie steigende Folgekosten für Infrastrukturen und Leistungen der Daseinsvorsorge. 

ARL Lunch Talk #6: Statt Parkplatz!

Ein Bild, das Text, Blume, Schild, draußen enthält.  Automatisch generierte Beschreibung

Was passiert, wenn man Parkplätze anders nutzt? Eine Kuratorin und zwei Forschende berichten.

13. Juni 2024, 13:00-14:00 Uhr, online

Im Durchschnitt wird ein privat genutztes Auto 23 Stunden am Tag geparkt – und das häufig im öffentlichen Raum. Es steht am Straßenrand oder auf gekennzeichneten Parkplätzen und nimmt Raum ein. In der Verkehrsforschung gilt die Faustregel: Ein Auto verbraucht im Schnitt 13,5 qm sofern es von 1-2 Personen genutzt wird. Mit anderen Worten 1,5 Personen verbrauchen 13,5 qm des öffentlichen Raumes, der eigentlich für alle zur Nutzung stehen könnte.  

Es gibt viele Ideen, wie man diesen Platz besser, das heißt für viele Personen zugänglich, nutzen könnte. Besonders weit verbreitet sind die sogenannten Parklets: Baukonstruktionen, die auf der Fläche eines Parkplatzes beispielsweise Sitzgelegenheiten, Schattenplätze oder Grünflächen ergänzen. Der Lunch Talk legt den Fokus auf die Straßenraumnutzung im städtischen Raum.  

Urbane Produktion für lebendige Stadtzentren fördern und sichern

Cover Positionspapier aus der ARL 147 „Urbane Produktion fördern und bewahren“

Neues Positionspapier aus der ARL 147 „Urbane Produktion fördern und bewahren“ zeigt die Potentiale von urbaner Produktion (Handwerk, Manufakturen, Landwirtschaft und Industrie) für eine nutzungsgemischte, nachhaltige und sozial integrative Stadtentwicklung auf und gibt acht konkrete Handlungsempfehlungen aus Sicht von Wissenschaft und Praxis, um urbane Produktion in städtischen Zentren zu sichern und wieder zu stärken, um diese lebendig zu gestalten.

Urbane Produktion was ist das und warum ist sie wichtig?

Eine produktive Stadt zeichnet sich durch Nutzungsmischung aus. Die Stadt muss Raum für Wohnen, soziale und technische Infrastrukturen sowie Arbeiten bieten. "Arbeiten" umfasst nicht nur Dienstleistungen, sondern auch Produktion und Handwerk. Urbane Produktion ist ein wesentlicher Bestandteil einer nachhaltig produktiven Stadt. Die Förderung und Sicherung dieser Nutzungsmischung ist ökonomisch, ökologisch und sozial wichtig. Nur so können Stoffkreisläufe und eine Stadt der kurzen Wege entstehen. Zentren, die nur monofunktional genutzt werden, sind unattraktiv. Erst durch eine gelungene Nutzungsmischung entsteht urbane Dichte und städtisches Flair mit hoher Aufenthaltsqualität. Produzierende Betriebe haben jedoch zunehmend Probleme Raum in der Stadt zu finden.

RuR - CfP for Special Issue Sustainability Transformation

Cover der Zeitschrift mit dem Namen in blauer und roter Schrift, unterlegt mit einem Kartenausschnitt von Europa.


Call for papers for a special issue on "Planning for sustainability transformations: Theoretical approaches, practical experiences, and political consequences"

Transformative change is in! Global environmental changes, high resource consumption, biodiversity loss, and rising social inequalities have made sustainability transformations more necessary than ever. As a result, transformation research has become a dynamic and multidisciplinary field, and a “transformative turn” has gained traction in the sustainability sciences (Blythe/Silver/Evans et al. 2018). New ways of theorizing, empirically exploring, and supporting transformations have emerged, building on the normative premise that radical socio-technical and social-ecological innovations, institutional, economic, and political reforms and behavioral shifts are essential to support desirable futures (Blythe/Silver/Evans et al. 2018). But so far, contributions by urban and regional planning scholarship to multi-disciplinary debates on broader sustainability transformations have been limited (exceptions include Wolfram 2016; Carroli, 2018; Levin-Keitel/Mölders/Othengrafen et al. 2018; Hofmeister/Warner/Ott 2021; Lukkarinen/Nieminen/Lazarevic 2023), or have focused almost exclusively on the transformation of land use (e.g., Larsson 2006; Hersperger/Oliveira/Pagliarin et al. 2018). Conversely, transformation research has contributed little to urban and regional planning scholarship and has often sidelined the rich insights available in planning theory and methods, e.g., on policy integration, multi-level governance, science-policy coordination, stakeholder participation, institutional reform, or the normative and ethical foundations of policymaking.

Aktueller ARL-Call: Energielandschaften der Zukunft durch Agri-Photovoltaik?

Das Foto zeigt Solarpanele (Photovoltaikanlagen) auf einer landwirtschaftlichen Fläche im Hintergrund ist Wald zu sehen

Agri-Photovoltaik (Agri-PV) nutzt landwirtschaftliche Flächen sowohl für die Nahrungsmittelproduktion als auch für die Stromerzeugung durch Sonnenenergie . Dadurch steigert Agri-PV die Flächeneffizienz. Es ermöglicht den Ausbau von Photovoltaik als Teil der Erneuerbaren Energien und den gleichzeitigen Erhalt landwirtschaftlicher Nutzflächen für die Nahrungsmittelproduktion. 

Der sich neu gründende Arbeitskreis der ARL sucht interessierte und engagierte Fachleute aus Wissenschaft und Praxis.  Der Arbeitskreis wird sich mit den Chancen und Möglichkeiten von Agri-PV befassen und dabei vor allem die überörtlichen Wirkungen sowie die planerischen Anforderungen in den Blick nehmen. 

Forschungsbericht der ARL zur regionalen Steuerung der Energiewende in Norddeutschland?

Der Forschungsbericht der ARL 17„Regionale Steuerung der Energiewende in Norddeutschland – Innovation im Planungssystem?“ beleuchtet Norddeutschland als einen zentralen „Hotspot“ der deutschen Energiewende, insbesondere im Bereich der Windkraft und anderer erneuerbarer Stromproduktion.

In den vergangenen Jahren haben Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern vielfältige Erfahrungen und Herausforderungen in der Regionalplanung gemeistert. Der Forschungsbericht analysiert diese Entwicklungen aus der Perspektive der Innovationsforschung. Es werden Ansätze der Innovationsforschung vorgestellt und ihre Relevanz für die Analyse des Planungssystems diskutiert. Zudem werden die Rahmenbedingungen der regionalen Steuerung der Energiewende auf Bundes- und Länderebene beschrieben. 

Arbeitsbericht der ARL zum räumlichen Potential von Konversionsflächen erschienen

Der Arbeitsbericht der ARL 37 „Jahrhundertaufgaben – Blockade oder Entwicklung von Räumen durch aufgelassene Konversionsflächen“ gibt einen umfassenden Überblick über die Konversion von militärischen Flächen in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. 

Der Arbeitsbericht definiert die Begriffe „Konversion“ und „Jahrhundertaufgaben“ . Es folgt eine detaillierte Analyse des aktuellen Stands der Konversion in den drei Bundesländern, wobei insbesondere verdeutlicht wird, warum der Begriff „Jahrhundertaufgaben“ in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern nach wie vor Gültigkeit besitzt und zeigt die grundlegenden Unterschiede zur Konversion militärischer Flächen in den alten Bundesländern auf.

ARL Lunch Talk #5: Europäische Strukturförderung

Die Zukunft der Europäischen Strukturförderung: Eine Gefahr für den ländlichen Raum?
Traktor auf Landstraße mit einem weißen Banner auf dem steht: "Wer keine Landwirtschaft will, muss nur aufhören zu essen!"

06. Juni 2024, 13:00-14:00 Uhr, online

Die Bauernproteste betreffen die gesamte Europäische Union, und aktuelle Diskussionen in Brüssel zeigen, dass sie negative Auswirkungen auf die Entwicklung des ländlichen Raums haben könnten. Die Diskussionen zur Zukunft des Europäischen Haushalts und der Ausgestaltung der kommenden Förderinstrumente sind in vollem Gange; es ist aber zu befürchten, dass die Förderung der ländlichen Entwicklung weiter eingeschränkt werden könnte. Gleichzeitig ist auch noch vollkommen offen, ob die Regionalpolitik in der bisherigen Form erhalten bleibt oder zugunsten einer stärker zentralisierten Lösung umgestaltet wird. Bei diesen Entwicklungen spielt auch der Ausgang der bevorstehenden Europawahlen eine entscheidende Rolle.

Wasserressourcen und -management in Städten und Landschaften – Call for Contributions

Der anthropogene Klimawandel stellt die Akteure der Raumentwicklung in Norddeutschland vor große Herausforderungen. Zukünftig werden sich hier klimawandelbedingt erhebliche Auswirkungen auf den regionalen Wasserhaushalt zeigen: Sommerliche Trockenperioden, Starkniederschläge und Überflutungen werden häufiger und stärker auftreten.

Diese Veränderungen erfordern regionale und lokale Anpassungen sowie ein Umdenken der Akteure. In der Wissenschaft wird Klimaanpassung insbesondere im Zusammenhang mit sozial-ökologischer Transformation, systematischer Risikovorsorge, Resilienz sowie technischen, sozialen und naturbasierten Lösungen diskutiert. Nicht zuletzt ist dabei auch die Raumordnung gefragt, entsprechende Vorsorge zu treffen – die letzte Novelle des Raumordnungsgesetzes bietet dafür Anhaltspunkte.

„Große Transformation machen!“ Positionspapier mit Impulsen für die regionale und kommunale Praxis

Das neue Positionspapier der ARL „Große Transformation und nachhaltige Raumentwicklung machen. Impulse zur Umsetzung in der regionalen und kommunalen Praxis“ fasst aktuelle Diskussionsergebnisse und Anregungen zusammen. Es zielt darauf ab, die Diskrepanz zwischen dem Anspruch an einer vom Gedanken der stark durch Nachhaltigkeit geleiteten und auf das Ziel der großen Transformation im Sinne des WBGU (2011) orientierten Raumentwicklung und einer oftmals ernüchternden Wirklichkeit der Planungspraxis zu verringern.

Das Papier zeigt konkrete Möglichkeiten auf, mit denen diese Implementierungslücke geschlossen werden kann und richtet sich vor allem an Vertreterinnen und Vertreter in Raumentwicklung, Raumplanung und Raumordnungspolitik, die sich mit zukunftsfähigen Planungsparadigmen auseinandersetzen und umsetzbare Lösungen suchen.