LAG-AG Tourismus und Regionalentwicklung in Bayern

: Hubert Job
: Marius Mayer
: Andreas Klee

Der Tourismus hat in Bayern eine große Bedeutung. Seit Jahrzehnten stellen beispielsweise die Alpen und der Bayerische Wald nachgefragte Urlaubs- und Ausflugsziele dar. Gastronomie, Hotellerie sowie zahlreiche weitere tourismusbezogene Dienstleistungen haben ein großes Wertschöpfungspotenzial. Dies trifft auch auf Städte sowie auf periphere ländliche Teilräume Bayerns zu. Dort wird der Tourismus häufig als „Hoffnungsträger“ gesehen, der Arbeitsplätze sichern und neu schaffen kann.
Seit einigen Jahren beginnt die touristische Entwicklung in manchen – durchaus landschaftlich und kulturhistorisch attraktiven – Regionen zu stagnieren oder sie geht sogar zurück. So ist in den letzten zehn Jahren in vielen Alpengemeinden die Zahl der Gästeankünfte zwar gestiegen, die der Übernachtungen jedoch teils merklich zurückgegangen. Dies dürfte nur zum Teil der wachsenden internationalen Konkurrenz und Reformen im Kur- und Gesundheitswesen geschuldet sein. Gründe für den „touristischen Stillstand“ in manchen Destinationen liegen sicherlich auch in Mängeln touristischer Infrastruktur, Dienstleistungen und Servicequalitäten. Viele Konzepte, aber auch Hotels, Gaststätten und Bäder, Geschäfte und Sportanlagen scheinen heute nicht mehr zeitgemäß zu sein und treffen nicht mehr die Wünsche der Urlauber.

Die Arbeitsgruppe „Tourismus und Regionalentwicklung in Bayern“ der LAG Bayern befasst sich mit den Erklärungsansätzen für den Rückgang der touristischen Entwicklung, mit der Diskussion wichtiger touristischer Trends in ihrer besonderen Bedeutung für die bayerischen Destinationen und mit der Frage, wie eine nachhaltige Tourismusentwicklung im Spannungsfeld ökonomischen Erfolgs und ökologischer Verantwortung aussehen kann. Der räumliche Fokus liegt dabei auf den touristischen Hauptzielgebieten und den ländlich-peripheren Regionen Bayerns. Es sollen zudem Strategien für die weitere touristische Entwicklung aufgezeigt und Empfehlungen für regionalplanerische Handlungsansätze ausgesprochen werden.