Den Anteil der Energie aus regenerativen Quellen und die Energieproduktivität erheblich zu erhöhen, sind mittlerweile zentrale Ziele der Energiepolitik. Hiermit stellen sich nicht nur für die nationale und europäische Politik neue Aufgaben der Marktregulierung. Für die nachhaltige Bereitstellung und die effiziente Nutzung von Energie sind auch die lokale und regionale Politik- und Umsetzungsebene von besonderer Relevanz. Aus dem gegenwärtigen Wandel lassen sich Chancen für eine nachhaltige Regionalentwicklung erkennen, wie z. B. positive Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte, die Optimierung von Stoff- und Energiekreisläufen und die Inwertsetzung endogener Potenziale. Gleichzeitig zeigen sich aber auch Risiken, wie z. B. Flächen- und Landschaftsverbrauch, Biodiversitätsverluste sowie zunehmende Raumnutzungskonkurrenzen und Standortkonflikte. Daneben kommt es zu räumlichen Umverteilungseffekten. Diese Entwicklungen stellen die Raum- und Planungswissenschaften sowie die Planungspraxis vor neue Herausforderungen. Eine engere Verzahnung der raumbezogenen Sektorpolitiken und der Raumplanung wird dringlicher denn je.
Der Arbeitskreis strebt eine kritische Analyse der veränderten Aufgaben und institutionellen Kontexte der räumlichen Planung in der Energieversorgung und -nutzung an. Unter Berücksichtigung der Erfahrungen aus verschiedenen Regionen in Deutschland und europäischen Nachbarländern werden Empfehlungen für räumliche Politik und Planung erarbeitet. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragestellungen