Informations- und Initiativkreis Braunkohlenplanung

: Andreas Berkner
: Tobias Thieme
: Andreas Stefansky

In den Braunkohleabbaugebieten Ostdeutschlands und Nordrhein-Westfalens geht der Abbau in weiten Teilen dem Ende zu. Viele Tagebaue sind ausgekohlt oder nicht mehr rentabel zu betreiben. Damit stellt sich neben den Problemen des aktiven Tagebaus zunehmend die Problematik der Folgenutzung der aufgelassenen Flächen. Um die Folgenutzungen planerisch zu steuern, sind in den Regelungen zur Raumordnung der Länder Instrumentarien vorgesehen. Ein Problem dabei bleibt der Umgang mit dem wieder herzustellenden Wasserhaushalt der Regionen. Hier sind viele Fragen der Abstimmung zwischen den beteiligten Fachplanungen, den Bergbau(folge)unternehmen und der Regionalplanung noch nicht hinreichend geklärt.

In den vergangenen Jahren stand daher das Thema des Wasserhaushalts im Rahmen der Braunkohlenplanung im Vordergrund. Darüber hinaus hat sich der IIK mit dem Zusammen-wirken zwischen der Braunkohlenplanung im Rahmen der Landes-, Regional- und Bauleitplanung und den beteiligten Fachpolitiken wie Natur- und Landschaftsschutz, Bergrecht, Energiepolitik, Agrarpolitik usw. sowie den Abbau-, Sanierungs- und Entwicklungskonzepten der betroffenen Unternehmen beschäftigt.

Angesichts des vorgesehenen Ausstiegs aus der Steinkohleförderung und der Kernenergie ist es notwendig, sich mit energiewirtschaftlichen Zukunftsfragen auseinander zu setzen. Daher werden den IIK künftig auch Fragen zur Erkundung, Planung und zu möglichen Aufschlüssen von Zukunftslagerstätten beschäftigen. In der Diskussion um die Zukunft des Bergbaus spielen auch die aktuellen Entwicklungen auf dem Energiemarkt, die steigenden Ölpreise und die Forderungen der Klimaschutzpolitik eine Rolle. Darüber hinaus werden Themen wie die stoffliche Verwertung der Braunkohle und Fragen zu Siedlungen in Randlagen von Tagebauen auf der Tagesordnung stehen.