Die nordwestdeutsche LAG beteiligt sich mit einem eigenen inhaltlichen Baustein an der ARL-Thematik „Energiewende“. Aus diesem Grund hat sie eine Arbeitsgruppe „Governance-Prozesse für erneuerbare Energien“ eingerichtet.
Energieerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern ist eine zunehmend wichtige Raumnutzung mit teilweise erheblichem Konfliktpotenzial. Zugleich sind erneuerbare Energien ein Wirtschaftsfaktor mit wachsender Bedeutung, vor allem in ländlichen bzw. strukturschwachen Räumen. Nordwestdeutschland bietet vielfältige Potenziale für die Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen sowie für zuliefernde Dienstleistungen und vorgelagerte Industrien. Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen erfolgt vor allem dezentral, d. h. z. B. Stromeinspeisung ins lokale Verteilnetz, Wärmenutzung direkt vor Ort. Koordinations- und Entscheidungsprozesse für (oder gegen) erneuerbare Energien finden auf verschiedenen miteinander verflochtenen Maßstabsebenen statt; an ihnen sind eine Vielzahl unterschiedlicher (lokaler, regionaler, öffentlicher, zivilgesellschaftlicher, privater) Akteure beteiligt.
Vor dem Hintergrund wird der inhaltliche Fokus der AG auf Konflikt-, Beschäftigungs- und Wertschöpfungspotenziale erneuerbarer Energien aus einer Governance-Perspektive gelegt. Im Zentrum geht es um Akteurskonstellationen sowie Koordinations- und Entscheidungsprozesse in einer Mehrebenen-Betrachtung. Die lokale und regionale Ebene dienen als Ausgangspunkt mit Schwerpunkt auf der Region Nordwest.