BalticClimate

: Evelyn Gustedt
: Dennis Ehm

Baltic Challenges and Chances for local and regional development generated by Climate Change – BalticClimate

Das Projekt BalticClimate ist im 1. Call des „Baltic Sea Region Programme 2007 – 2013“ genehmigt worden. Die Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) hat BalticClimate federführend entwickelt, und ihr wird in der Umsetzung als sogenannter Leitpartner die Gesamtkoordination des Projektes und die Leitung des Arbeitspaketes „Management und Verwaltung“ obliegen.

Über die Laufzeit von dreieinhalb Jahren (11/2008 – 04/2012) wird sich BalticClimate mit den Auswirkungen des Klimawandels im Ostseeraum beschäftigen. Hauptziele des Projektes sind es,

  • Gemeinden, Regionen und lokale Akteure im Programmraum zu befähigen, mit der Thematik Klimawandel in einer integrierten, kooperativen und nachhaltigen Weise sowohl im Tagesgeschäft als auch in langfristigen Strategien umzugehen;
  • das Phänomen Klimawandel nicht nur als Herausforderung, sondern auch als Chance für die lokale und regionale nachhaltige Entwicklung wahrzunehmen und pro-aktiv aufzugreifen;
  • Gemeinden und Regionen wettbewerbsfähiger für zukünftige Herausforderungen zu machen und damit die gemeinsame Identität im Ostseeraum aufrechtzuerhalten und weiter zu stärken.

Der Fokus liegt dabei insbesondere auf ländlichen Räumen sowie kleineren und mittleren Städten in allen 11 Staaten des Programmraumes. Vorhandene wissenschaftliche Erkenntnisse zum Klimawandel und zum Umgang damit sollen auf der Umsetzungsebene Berücksichtigung finden. Gleichzeitig erwerben Wissenschaftler Erkenntnisse darüber, welche Art von Informationen konkret von den Anwendern benötigt werden und in welcher Form, sodass die Informationen in der Praxis berücksichtigt werden können.

Die drei inhaltlichen Arbeitspakete „Klimawandel-Material und Analysen“, „Integrierte Lösungen und Kapitalisierung“ sowie „Instrumente“ zielen von vornherein darauf ab, die erarbeiteten Ergebnisse und Instrumente für Gebietskörperschaften und weitere Akteure einfach und selbstständig anwendbar sowie übertragbar zu gestalten. Neben Übersetzungen der wesentlichen Outputs in alle Sprachen des Programmraumes wird dieses auch durch zahlreiche Testläufe der Instrumente bei konkreten Anwendern erzielt werden. Im Rahmen des Arbeitspaketes „Öffentlichkeitsarbeit“ wird u. a. ein umfangreiches Anwendungspaket allen Gemeinden, Städten und Regionen im Programmraum direkt bereitgestellt, um die Effekte des Projektes vielfach zu multiplizieren.

BalticClimate-Map_with_part.jpgDem Projektkonsortium gehören insgesamt 25 Partnerinstitutionen aus 8 Staaten (Deutschland, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Polen, Russland und Schweden) an, ergänzt durch weitere sogenannte assoziierte Organisationen.

Dies sind, neben wissenschaftlichen Einrichtungen zur Klimathematik und zu Beteiligungsverfahren sowie internationalen und nationalen Organisationen, überwiegend Gemeinden, kleinere Städte und Regionen, in denen Pilotvorhaben realisiert werden.

BalticClimate mit einem Gesamtbudget von rd. 4,44 Mio. € wird aus Mitteln des ERDF, des ENPI sowie durch Eigenmittel der Projektpartner finanziert. Über die Dauer von dreieinhalb Jahren werden bei den Partnerinstitutionen rechnerisch 17 Personen in Vollzeit mit der Projektumsetzung beschäftigt sein, ergänzt durch weitere externe Experten.

Teil eines Flagship-Projektes der EU-Ostseeraum-Strategie

Die Ziele und Aktivitäten von BalticClimate werden auch im erweiterten Rahmen von der EU gewürdigt. BalticClimate ist offiziell als Teil eines Flagship-Projektes der „Strategie der Europäischen Union für den Ostseeraum“ anerkannt worden.

Konkret wird im Schwerpunktbereich 5 der Strategie – „Milderung des Klimawandels und Anpassung an den Klimawandel“ – das Flagship-Projekt „Voraussage regionaler und lokaler Folgen des Klimawandels durch Forschung“ unterstützt.

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