Arbeitskreis Standortwettbewerb von Regionen

: Martin T. W. Rosenfeld
: Albrecht Kauffmann
: Martina Hülz

Aufgrund anhaltender Globalisierungstendenzen und zunehmender Intensität des Austauschs von Informationen, Gütern und Dienstleistungen wird sich der Wettbewerb zwischen Regionen vermutlich weiter verschärfen („locational competition“). 

Zur Erörterung des wissenschaftlichen Diskussionsstandes rund um das Thema Standortwettbewerb hat im Oktober 2007 in der ARL in Hannover ein Expertenworkshop stattgefunden. Dabei wurden auch Aspekte neuerer Planungs- und Steuerungsansätze diskutiert, die sich aus den in vielfacher Hinsicht veränderten Rahmenbedingungen ergeben. Das reicht von den unterschiedlichen Wettbewerbsarten bis hin zu Fragen neuer Strategien der Regional- und Stadtentwicklungspolitik. 

Die ARL bearbeitet diese Themen im Arbeitskreis „Standortwettbewerb von Regionen“ bearbeiten. Die Kerngruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Martin T. W. Rosenfeld, Halle/Saale, hat mit der Aufstellung des Arbeitsprogramms begonnen.

Vor dem Hintergrund des regionalen Standortwettbewerbs verfolgt der Arbeitskreis die Ziele

  1. Veränderungen in den Rahmenbedingungen / Ausprägungen des Standortwettbewerbs, die in den vergangenen 10-15 Jahren erfolgt sind (Beispiel: aggressives Abwerben von Messen oder Unternehmen), sowie ihre Folgen für die Regional- und Stadtentwicklung zu identifizieren,
  2. eine empirische Bestandsaufnahme verschiedener Formen des Standortwettbewerbs sowie der von den Regionen und Städten jeweils gewählten Strategien zum Umgang mit dem Standortwettbewerb durchzuführen, sowie
  3. Ansatzpunkte für neue Strategien der Regional- und Stadtentwicklungspolitik abzuleiten sowie konkrete Handlungsempfehlungen für politische Akteure verschiedener Ebenen zu entwickeln. Für die lokalen und regionalen Akteure kann es um Strategien gehen, mit denen sie auf die neuen Herausforderungen besser als bisher reagieren können. Für Bund und EU kann es darum gehen, die Rahmenbedingungen ggf. anzupassen, sofern sich als Folge der veränderten Wettbewerbssituation besonders vorteilhafte bzw. eher nachteilige Auswirkungen auf Wirtschaft, Gesellschaft und das räumliche Gefüge ergeben sollten.