Arbeitskreis Landnutzung und Landnutzungswandel in ländlichen Räumen

: Theo Kötter
: Nils Leber
: Andreas Stefansky

Bei den Landnutzungen in ländlichen Räumen lassen sich die Produktion von Nahrungs- und Futtermitteln, die Produktion nachwachsender Rohstoffe vor allem zur Energieerzeugung, ökologische Dienstleistungen einschließlich des Natur- und Landschaftsschutzes und die Nut-zung für Siedlungs- und Verkehrszwecke unterscheiden. Diese verschiedenen Landnutzungen sind regional sehr unterschiedlich ausgeprägt und stehen in Konkurrenz zueinander. Zunehmen werden diese Landnutzungskonkurrenzen und Landnutzungskonflikte aufgrund des Klimawandels, der weltweit steigenden Nachfrage nach Nahrungs- und Futtermitteln sowie nachwachsenden Rohstoffen, der fortschreitenden Globalisierung der Wirtschaft, der Änderungen im Bereich der Agrarsubventionen und der anhaltend hohen Flächeninanspruchnahme.

Es besteht ein erhebliches Forschungsinteresse daran, die Folgen dieser vielfältigen, sich verändernden Einflüsse auf das System der Landnutzungen in ländlichen Räumen insgesamt zu erfassen und zu analysieren. Dessen nimmt sich der 2008 ins Leben gerufene Arbeitskreis an. Hinzu kommt, dass sich die Entwicklung der Flächennutzungen weitgehend ohne die Steuerung durch traditionelle Instrumente der Raumplanung vollzieht. Daher stellen sich auch Fragen nach dem Handlungsspielraum und dem Handlungsbedarf für die Raumplanung und die Fachplanung.