Die ARL initiiert und organisiert transdisziplinäre raumwissenschaftliche Forschung in den für die räumliche Ordnung und Entwicklung Deutschlands bedeutsamen Arbeitsgebieten sowie in ihren internationalen Bezügen im Netzwerk von Expertinnen und Experten. Auf der Grundlage ihrer exzellenten Forschungsergebnisse fördert die Akademie die Kommunikation in der Gesellschaft, vor allem durch den Austausch innerhalb der Wissenschaft, innerhalb der Praxis sowie zwischen Wissenschaft und Praxis, durch konkrete und fundierte Beratung der Politik und durch Information der breiteren Öffentlichkeit. Die ARL ist als Mittlerin zwischen Wissenschaft, Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit anerkannt.
Insofern wird in der ARL Wissen generiert, verknüpft und transferiert. Raumwissenschaftliche Forschung, wie sie die ARL betreibt, ist Forschung für die Zukunft. Im Mittelpunkt stehen deshalb Lösungen für die zentralen Fragen einer nachhaltigen Raumentwicklung. Angesichts der Komplexität der räumlichen Zusammenhänge und der generell unsicheren Zukunftsaussichten leuchtet ein, dass raumwissenschaftliche Forschung nicht in gleichem Maße Probleme lösen kann, wie das beispielsweise den Ingenieurwissenschaften möglich ist. Domäne der raumwissenschaftlichen Forschung ist zunächst die „Aufklärung“ über vergangene, gegenwärtige und künftige Bedingungen der Raumentwicklung und die Erweiterung der Kenntnis der räumlichen Zusammenhänge. Das geschieht am sinnvollsten durch Argumentation anhand konkreter Problemstellungen. Vor diesem Hintergrund sind die Schlüsse, welche die ARL aus ihren Forschungen zieht und die sich vor allem auch auf Problemlösungsmöglichkeiten erstrecken, für die Zukunft der Gesellschaft von unmittelbarer Bedeutung.
Die Aufgaben der ARL können weder durch eine einzelne Hochschule noch durch ein unkoordiniertes, rein auf persönlichen Beziehungen beruhendes Personennetzwerk adäquat erfüllt werden.