Mit Wissen Zukunft gestalten: Fortbildung zu Herausforderungen des Klimawandels

Am 10.2.2016 fand am Institut für Didaktik der Naturwissenschaften der LUH eine Fortbildung für Lehrkräfte zum Thema „Klimawandel als globale und lokale Herausforderung“ statt. Diese verdeutlichte die Notwendigkeit einer gesellschaftlichen Transformation hin zu verantwortungsbewusstem Handeln für eine nachhaltige Entwicklung. Das Thema entspricht dem Anliegen des aktualisierten und erweiterten Orientierungsrahmens für den Lernbereich Globale Entwicklung (hrsg. von KMK/BMZ 2015). Die Fortbildung sollte neben Einblicken in fachliche Vertiefungen auch didaktisch-methodische Impulse liefern.

Foto: A. Eberth, LUHUnter der Leitung von Prof. Dr. Christiane Meyer (Didaktik der Geographie) hat das Projektkonsortium des gleichnamigen, von Engagement Global unterstützten und aus Mitteln des BMZ finanzierten Länderprojektes mit dem Ziel „Unterrichtsmodelle zur Bewusstseinsbildung über Klimaschutz, Klimaanpassung und Klimagerechtigkeit für verantwortungsbewusstes Handeln als Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung“ zu konzipieren, den Fortbildungstag gestaltet.

Ca. 270 Lehrkräfte aus Niedersachsen haben das Angebot wahrgenommen, sich über Vorträge, Verlags- und Projektausstellungen sowie Fachsitzungen über didaktische Zugänge und neue methodische Ansätze zum Themenfeld der nachhaltigen Entwicklung im Kontext des Klimawandels zu informieren. Unter der Fragestellung, wie Unterricht zur Bewusstseinsbildung für eine nachhaltige Entwicklung beitragen kann, wurden auf insgesamt sechs Fachsitzungen verschiedene unterrichtsrelevante Aspekte thematisiert, bspw. Schülervorstellungen zum Thema Klimawandel, didaktische Möglichkeiten der Stärkung von Verantwortung und Zugänge über Experimente. Die ARL war mit einer Fachsitzung zum Thema „Strategien der räumlichen Planung im Klimawandel“ vertreten.

Als Keynote-Speaker der Veranstaltung bekräftigte Prof. Mojib Latif (GEOMAR Helmholz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel) die Dringlichkeit des Umdenkens angesichts der Klimawandel-Problematik am Beispiel der Folgen für das Leben in den Ozeanen. Prof. Birkmann vom IREUS-Institut der Universität Stuttgart verdeutlichte an internationalen Beispielen die Ursachen von gesellschaftlicher Vulnerabilität und kam auch auf Steuerungsansätze regionaler und städtischer Planung in Deutschland zu sprechen.

Die nächste Fortbildung wird 2016 voraussichtlich zum Thema „Räumliche Transformation – Die Zukunft der Stadt“ durchgeführt.

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